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BIOS FAQs - Fragen & Antworten

News & Infos

6.Jan.2009

Dran gedacht?
Dass Sie beim Chipkauf gleich das passende Auszieh-werkzeug (PLCC / DIL) mitbestellen?

english  

Fragen & Antworten zum BIOS + unserem BIOS-Reparatur-Service

Allgemeines zum BIOS-Chip
Was ist das BIOS überhaupt?
Wie sieht der BIOS-Chip aus?
Wo sitzt der BIOS-Chip auf dem Mainboard?
Wie finde ich den BIOS-Chip-Typ und BIOS-Chip-Hersteller heraus?

Ein- und Ausbau des BIOS-Chips
Was muss ich beim BIOS-Chip-Ausbau beachten?
Was muss ich beim BIOS-Chip-Einbau beachten?

Reparatur-Service
Bargeld, Überweisung, oder PayPal?
Wie sollte die Versand-Verpackung aussehen?
Ist jede BIOS-Reparatur erfolgreich?
Wie lange dauert die Reparatur des BIOS-Chips?
Welche Angaben werden von mir benötigt?
Was ist bei der binären BIOS-Updatedatei zu beachten?
Muss ein Ersatz- oder Reserve-Chip genau der gleiche Typ sein?
Der Chip ist wieder da, aber der PC funktioniert nicht?

 

Was ist das BIOS überhaupt?

Das BIOS (Basic Input Output S ystem) ist das grundlegende Betriebssystem eines Computers, welches im wahrsten Sinne des Wortes eingebrannt wurde. Das BIOS stellt somit Grundfunktionen zur Verfügung, die ein Programm zur Kommunikation mit der PC-Hardware und den angeschlossenen Peripherie-Geräten benötigt. Also z.B. Routinen für den Bildschirmzugriff, Zeichenausgaben auf den Drucker, Zeit- und Datumsabfragen, etc.

Bei einem Rechner auf Basis des Intel 8088 oder eines seiner Nachfolger beginnt die Programmausführung nach dem Einschalten des PCs automatisch an der Speicherstelle F000H:FFF0H. Sie ist Teil des BIOS-ROM und enthält in den meisten Fällen einen Sprungbefehl zu einer BIOS-Routine, die das System testet und die Initialisierung der verschiedenen Hardware- Komponenten vornimmt. Dieser Vorgang wird als POST (Power on selftest) bezeichnet.

Der POST umfasst zahlreiche Tests, die sich auf die zentrale PC-Hardware (Prozessor, Speicher, Interrupt-Controller, DMA, etc.) beziehen. Darüber hinaus werden im Verlauf dieses Tests auch die Hardware-Erweiterungen auf den Erweiterungskarten initialisiert, damit z.B. die Grafikkarte ihren Dienst aufnehmen kann. Wird während eines dieser Tests ein Fehler festgestellt, ertönt i.d.R. ein Signalton (Piepton, Beep), und auf dem Bildschirm erscheint eine Fehlermeldung und/oder ein Fehlercode (natürlich nicht bei einem CPU-Fehler, denn dann bleibt der Bildschirm schwarz!).

POST-Tests (zentrale PC-Hardware):

  • Funktionsprüfung CPU (Aritmetik, Real- und Protected-Mode)
  • Bildung einer Checksumme über das BIOS-ROM
  • Bildung einer Checksumme über das CMOS-RAM
  • Test und Initialisierung des DMA-Controllers
  • Test und Initialisierung des Tastatur-Controllers
  • Überprüfung der ersten 64KB des RAM-Speichers
  • Test und Initialisierung des Interrupt-Controllers
  • Test und Initialisierung des Cache-Controllers (nur bei ATs)

POST-Tests (der System-Erweiterungen):

  • Video-Controller
  • Hauptspeicher über 64KB
  • Serielle und parallele Schnittstelle
  • Disketten- und Festplattencontroller

 

Wie sieht der BIOS-Chip aus?

Wir unterscheiden zwischen 3 Bauformen:

PLCC-32 PLCC-32 (Plastic Leaded/Leadless Chip Carrier)
DIL/DIP DIL/DIP (Dual In Line Package)
TSOP TSOP (Thin Small Outline Package)

 

Wo sitzt der BIOS-Chip auf dem Mainboard?

Meistens sitzt der BIOS-Chip an einer der Stirnseiten der Steckplätze (ISA, PCI, AGP) für die Erweiterungskarten. Oft am Rand des Mainboards und/oder in der Nähe der CMOS-Batterie (Knopfzelle).

Mainboard

 

Wie finde ich den BIOS-Chip-Typ und Hersteller heraus?

Hierzu muss erstmal ein eventueller Aufkleber entfernt werden, denn alle Angaben befinden sich direkt auf der Chipoberseite. Viele Hersteller sind dazu übergegangen anstatt ihres Namens, einfach dort ihr Logo zu plazieren. Daneben sollte ebenfalls der Chiptyp stehen, der oft mit dem Namenskürzel des Hersteller beginnt (z.B. bei WINBOND steht W29C020, AT49F020 bei ATMEL, etc.)

Chiptyp rot Hersteller (als Name oder Logo)
blau Kürzel des Herstellers
grün Typ
gelb Zugriffszeit in ms
lila Produktionsserie

Um es für Sie zu erleichtern, haben wir unsere unterstützten Chip-Typen in einer Liste zusammengefasst, die neben der Chip-Typbezeichnung auch das entsprechende Herstellerlogo anzeigt.

 

Was muss ich beim BIOS-Chip-Ausbau beachten?

Als erstes: den PC unbedingt durch Entfernen des Stromsteckers stromlos machen! Vermeiden Sie des weiteren unbedingt eine statische Aufladung. die den Chip und/oder das komplette Mainboard zerstören kann. Ich rate hier dringend zu einen der dafür vorgesehenen Spezialwerkzeuge, da alles andere schnell zu Defekten führen kann.

PLCC-Zange DIL Ausheber I Bauteileausheber
PLCC-Zange Ausheber I  (DIL) Ausheber II  (DIL)
Diese Werkzeuge können Sie auch hier bei uns mitbestellen:

 

Was muss ich beim BIOS-Chip-Einbau beachten?

Hier gilt erstmal das gleiche wie beim Ausbau: PC stromlos machen und eine statische Aufladung vermeiden. Spezialwerkzeuge werden zum Einbau nicht gebraucht.

PLCC:
Der PLCC-Baustein besitzt eine Ecke, die angefast ist, d.h. es fehlt die Spitze einer Ecke. Der Sockel zur Aufnahme des PLCCs besitzt das passende Gegenstück. Ein verkehrtes Einbauen ist somit so gut wie ausgeschlossen.

DIL:
Der DIL-Baustein, sowie sein Sockel, besitzen eine kleine Markierung, die sich an einer ihrer Stirnseiten befindet. Meistens ist diese Markierung sogar in deren Oberfläche eingefräst, in anderen Fällen könnten Farbmarkierung in Form von Dreiecken oder Punkte, die Sitzrichtung vorgeben. Hier ist ein verkehrtes Einbauen möglich und kann zu Schäden führen.

 

Bargeld, Überweisung, oder PayPal?

Bargeld

Eine Sendung, die neben Chip auch Bargeld enthält, geht i.d.R. noch am gleichen Tag wieder in die Post. Also: schnell, aber eventuell (durch Langfinger, o.ä.) unsicher. Mein Tipp: legen Sie das Bargeld nicht lose in den Brief, sondern falten Sie den Geldschein mehrfach zu einem kleinen, unscheinbaren Rechteck, umwickeln ihn mit ALU-Folie und kleben ihn mit TESA-Film auf ihren beigelegten Brief/Zettel.

Überweisung

Bei Überweisungen kann es bis zu einer (1) Woche dauern, bis der Betrag auf unser Konto eingegangen ist. Danach findet erst der Rückversand statt. Also: sicher, aber zeitaufwendiger.

PayPal

Eine andere sehr schnelle und sichere Zahlart ist PayPal. Bezahlen Sie einfach mit Ihrer Kreditkarte (AmEx, Visa, Mastercard) auf unser verifiziertes PayPal-Konto.

Nachnahme (nur innerhalb Deutschlands!)

Ein Versand per Nachnahme ist ebenfalls möglich, aber leider sehr teuer und auch durch unsere Bestellabwicklung sehr zeitintensiv.

 

Wie sollte die Versand-Verpackung aussehen?

Erstmal natürlich so, dass die Sendung auch heil bei uns ankommt. Verwenden Sie aber bitte keine Chipboxen, die höher als 10-12mm sind, da wir die Rücksendung ausschliesslich im Format: Deutsche Post Grossbrief (L=353mm, B=250mm,H=20mm) in Luftpolstertaschen verschicken.

Chipboxen, die eine Höhe von 10-12mm überschreiten, werden nicht wieder zurückgeschickt. Bitte haben Sie dafür Verständnis, aber wir kalkulieren sehr knapp. Bewährt hat sich, den Chip mit seinen Pins in ein Stück Styropor zu drücken, und das ganze dann mit ALU-Folie zu umwickeln:

Chipverpackung

Ebenfalls gut geeignet sind normale Streichholzschachteln, in denen man ein Stück Schaumstoff legt und den Chip darin einbettet. Benutzen Sie aber bitte keinen losen Schaumstoff (ohne Schachtel), da er so weich ist, dass die Briefmarkenstempler ihn mühelos plattmachen. Kleben Sie Diskette, Bargeld und Chip auf einem Stück Papier fest, damit bei einer Beschädigung der Sendung (Briefhülle aufgerissen, etc.) nichts herausfallen kann.

 

Ist jede BIOS-Reparatur erfolgreich?

Wenn ein falsches BIOS-Update eingespielt wurde, oder der CIH-Virus sein Unwesen trieb, oder beim Update ein Stromausfall war, oder der PC sich beim updaten verabschiedete, dann stehen die Chancen sehr gut.

Anders sieht es aus, wenn schon beim (gebrauchten) Mainboardkauf und dem ersten Probelauf nichts passiert. Hier kann die Fehlerursache sich auf die gesamte Hardware verteilen und kann u.U. gar nicht mit einem erneuten BIOS-Update korrigierbar sein. Hier sollte man sich lieber an den Verkäufer wenden und so auf Nachbesserung bestehen.

Die letzte Möglichkeit wäre, dass der BIOS-Baustein selber defekt ist. Leider kommt das bei minderwertigen Bausteinen nicht gerade selten vor. Weitere Ursachen können häufige Flash-Programmierungen und Altersverschleiss sein, denn es reicht natürlich schon aus, das nur 1 Byte umkippt, also nicht mehr programmierbar ist, und der gesamte Baustein ist für die Katz'. (siehe auch: Der Chip ist wieder da, aber der PC funktioniert immer noch nicht?)

 

Wie lange dauert die Reparatur des BIOS-Chips?

Da wir derzeit 3 Industrie-Multi-Programmer benutzen, sind wir in der Lage so gut wie alle Chiplieferungen noch am Eingangstag zu bearbeiten und an den Kunden zurück zu senden. Auch hier gilt: Rücksendung erst nach Zahlungseingang.

 

Welche Angaben werden von mir benötigt?
  • Chiphersteller, Chiptyp, Bauform (PLCC-32 oder DIL)
  • Mainboardtyp und Hersteller (evtl. Revisionsnummer, falls bekannt)
  • der genaue Dateinamen des BIOS-Updates
  • Absenderadresse
  • Emailadresse für eventuelle Rückfragen

 

Was ist bei der binären BIOS-Updatedatei zu beachten?

Die Updatedatei muss vom Mainboardhersteller, bzw. bei einem Komplett-PC z.B. von Aldi, Dell, Compaq, IBM, Lidl, etc., von dessen Vertriebsseiten bezogen werden. Eine umfangreiche Liste, fast aller Mainboardhersteller, finden Sie z.B. unter www.wimsbios.com oder per Suchmaschine www.google.de mit dem Suchbegriff "Mainboardtyp + Mainboardhersteller + Homepage"

Die Dateiendung ist unterschiedlich, z.B. *.awd, *.bin, *.rom, oder auch nur eine Zahl. Heisst die Dateiendung dagegen *.exe, *.zip oder *.rar, so handelt es sich dabei um eine gepackte (komprimierte) Datei, die vorher erst noch entpackt werden muss. Dazu reicht bei der *.exe-Datei das Ausführen derselben, bzw. bei den *.zip und *.rar das Entpacken mit einem Packprogramm wie www.winzip.de oder www.winrar.de. Die entkomprimierte Größe der binären BIOS-Updatedatei muss der der Chip-Größe entsprechen.

Gängige Größen sind z.Z.:
128KByte (1 MBit)
256KByte (2 MBit)
512KByte (4 MBit)
1024KByte (8MBit)

Das Flashprogramm (phlash.exe, awdflash.exe, etc.) vom Hersteller wird von uns nicht benötigt!

 

Muss ein Ersatz- oder Reserve-Chip genau der gleiche Typ sein?

Nein. Viele Chip-Hersteller haben baugleiche Chips der Konkurrenz in ihrem Sortiment, die man ebenfalls verwenden kann. Wir bedienen uns daher einer so genannten "Cross Reference Liste", die die Chip-Hersteller uns zur Verfügung stellen.

 

Der Chip ist wieder da, aber der PC funktioniert nicht?

Hier kommen einige Möglichkeiten als Fehlerursache in Betracht:

  • Ist es überhaupt die korrekte Updatedatei gewesen?
  • Gibt es das Mainboard vielleicht mit verschiedenen Revisionsnummern?
  • Wurde die Updatedatei vielleicht fehlerhaft durchs Downloaden, Kopieren, Entpacken oder schon auf der Hersteller-Webseite?
  • Ist das Mainboard defekt?
  • Wurde der Chip eventuell falsch herum eingesetzt?
  • Wurde das CMOS nicht nach dem Update gelöscht?